Texte von Johannes Fröhlich » Gedichte 

GEDICHTE

FÜR GROSSE UND KLEINE MENSCHEN

CHAPLIN

Als Kind warst Du im Armenhaus,
Du hattest es nie leicht,
Später ward SIR CHAPLIN draus,
Im Grunde warst Du immer reich.

Du stiegst von unten ganz nach oben,
Die Musichall, sie war Dein Start,
Du tat’st Dich niemals selber loben,
Du warst von ganz besondrer Art.

Du tingeltest durch Varietés,
Schon früh brillant in Deinen Rollen,
Du warst ein Meister auch des Kabaretts,
Du schöpftest immer aus dem Vollen.

Die ersten Filme war’n noch stumm,
Du spieltest Kellner und den Dieb,
Du hattest schon Dein Publikum,
Den TRAMP von Dir gewann man lieb.

Aus dieser Zeit stammt ohnegleichen,
Melone, Stock und Entengang,
Sie waren früh Dein Markenzeichen,
Und blieben es ein Leben lang.

Du warst ein Tänzer und ein Clown,
Du warst der Star in Deinem Fach,
Du warst ein Mann der vielen Frau’n,
Du warst ein Krug, der niemals brach.

Du spieltest CITY LIGHTS und KID,
Du warst dem GOLDRAUSCH auch erlegen,
Du machtest jeden Unfug mit,
Und tat’st die große Komik hegen.
Du trotztest Hitler im DIKTATOR;
MODERNE ZEITEN war Vision,
Du warst perfekter Imitator,
Der Menschen Lachen war Dein Lohn.

Du führtest später auch Regie,
Warst Autor, Mentor, Produzent,
Starallüren hatt’st Du nie
Du warst ein Feuer, das heut’ noch brennt.

Du warst ein Mann, der Fäden zog,
Der OSCAR war für Dich zu klein,
Es kamen viel in Deinen Sog,
Und durften Deine Freunde sein.

Dein Herz für andere war groß,
Zehn Kinder hattest Du gezeugt,
Die Muse lag in Deinem Schoß,,
Die Welt hat sich vor Dir verbeugt.

Du hast mit spielendem Talent
Den Erdenball in Dir vereint,
Du bist ein Stern am Firmament,
Der hellsten einer, der uns scheint.
 
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